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Bericht
zum „Anwendertag“ – Fachkongress der Forschungsgruppe Metrik am 27.
Februar 2007 in Wartenberg Pressemitteilung Krankenhäuser
nutzen zunehmend Patientenbefragungen zur Qualitätssicherung -
aber nicht alle setzen die Ergebnisse um Im
zunehmenden Wettbewerb auf dem Gesundheitssektor nutzt die Mehrheit der
Krankenhäuser in Deutschland inzwischen Patientenbefragungen als
anerkanntes Mittel der Qualitätssicherung. Aber nur bis zu 20 Prozent der
Kliniken verbessert die bemängelten Zustände anschließend. Das ist ein
Ergebnis einer Fachtagung der Forschungsgruppe Metrik am 27. Februar im
mittelhessischen Wartenberg. Nur
10 bis 20 Prozent der Krankenhäuser reagierten auf negative Bewertungen
in Patientenbefragungen mit Veränderungen, sagte Konrad Selbmann,
Direktor des Instituts für Medizinische Informationsverarbeitung am
Universitätsklinikum Tübingen: „Positives wird dargestellt, negative
Ergebnisse landen oft in der Schublade“. Rund
80 Prozent aller Kliniken in Deutschland führten bereits
Patientenbefragungen durch, sagte der Professor. Denn nur auf diese Weise
könnten wichtige Kriterien für die Krankenhauswahl der Patienten erhoben
werden. An erster Stelle steht demnach die Qualifikation der Ärzte: Nach
dem Bertelsmann-Gesundheitsmonitor ist diese für 98 Prozent der Patienten
ausschlaggebend für die Wahl des Krankenhauses. Gleichauf liegen an
zweiter Stelle (je 96 Prozent) Sauberkeit, Qualifikation des
Pflegepersonals und neueste Behandlungsverfahren. Am drittwichtigsten war
den befragten Patienten die Freundlichkeit des Personals (95 Prozent). Dr.
Hans Alsen, Qualitätsmanagementbeauftragter der DRK-Kliniken Berlin
nannte das Qualitätsmanagement vieler Kliniken „ausbaufähig“.
Patientenbefragungen seien ein „unverzichtbares Instrument“ um Missstände
aufzudecken. „Man muss aber fragen, was dahinter steht“, sagte er. Zu
oft werde nach den „niedrig hängenden Äpfeln gesucht“ - schwierige
und unbequeme Änderungen werden demnach oft aufgeschoben. Karl
Ferdinand von Thurn und Taxis, Vorsitzender der Geschäftsführung der
Malteser Trägergesellschaft Bonn (kurz MTG) bescheinigte den Kliniken in
Deutschland eine größere Konkurrenzfähigkeit als noch vor einigen
Jahren. Es gebe ein „anderes Niveau in den Krankenhäusern“, sagte er.
Den Kliniken sei bewusst, dass sie sich zunehmend in einem Markt bewegten. Joachim
Finklenburg, Geschäftsführer des Kreiskrankenhauses Gummersbach wies auf
die wachsende Bedeutung der Qualitätssicherung für kommunale Krankenhäuser
hin. Angesichts zunehmender Privatisierungen kommunaler Häuser durch
private Anbieter könne Qualitätssicherung „Sicherheit“ bieten, wie
er sagte: „Der Wettbewerb wird in Zukunft über die Qualität
bestimmt.“ Zum
„Anwendertag“ hatte die Forschungsgruppe Metrik Klinikleitungen, Ärzte,
Pflegepersonal, Qualitätsmanagementbeauftragte und Personalexperten
eingeladen, um Erfahrungen und Forschungsergebnisse zum Thema
Patientenbefragungen auszutauschen. Fragen
beantworten wir Ihnen gern. Als Ansprechpartner stehen die Geschäftsführer
Maren Deringer und Winfried Zinn zur Verfügung. Telefon: 06644-919155
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