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Exemplarisch werden hier einige Befragungsergebnisse einer Mustersenioreneinrichtung dargestellt und diskutiert. Die Art der Ergebnispräsentation ist sehr grafisch orientiert und erleichtert dadurch die Verständlichkeit der Ergebnisse.
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Die wohl interessanteste Auswertung ist der externe Vergleich der Mitarbeiterzufriedenheitsbeurteilung des eigenen Hauses mit den Werten der anderen Häuser. Die Werte werden linear transformiert. Es sind Punktwerte von 0 bis 100 als Ergebnisse möglich. 0 Punkte bedeutet das schlechtest mögliche Ergebnis und 100 Punkte das bestmögliche Ergebnis. Zur grafischen Ergebnisdarstellung wurde die bekannte Fieberkurve eingesetzt. Abb. 1 MA-Befragung externer Vergleich
Die Stärken liegen im Bereich "Perspektiven/Weiterbildung", "Arbeitszeit" und "Informationen durch die Heimleitung", da hier die Werte über dem Durchschnitt der anderen Einrichtungen liegen. Verbesserungspotentiale sind beispielsweise im den Bereichen "Betriebsrat", "Organisationsabläufe" und Einarbeitung vorhanden. Dieses Ergebnis zeigt deutlich, dass die Werte der einzelnen Facetten der Mitarbeiterzufriedenheit nicht additiv zu einer Gesamtzufriedenheit zusammengefasst werden dürfen.
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Neben solchen globalen Aussagen sind auch differenzierte Analysen möglich: Tab. 1 Mittelwerte im externen Vergleich
In dieser Darstellung (Tab. 1) sind die Einzelfragen schnell zu identifizieren, bei denen Stärken und Verbesserungspotentiale vorliegen. Dabei werden die Differenzen zwischen dem Mittelwert des Hauses und dem Mittelwert des Durchschnittshauses bestimmt. Der so ermittelte Wert beschreibt den Stellenwert innerhalb der Zufriedenheitsbeurteilung. An diesem Beispiel wird deutlich, dass der individuelle Zufriedenheitswert nur im Vergleich zum Durchschnittswerte anderer Häuser seine Aussagekraft erhält: Bei Frage 46 und bei Frage 1 hat diese Beispielsenioreneinrichtung jedes Mal einen Punktwert von 50 erreicht; doch einmal wurde damit ein überdurchschnittliches (grün) und einmal ein unterdurchschnittliches Ergebnis (rot) erzielt.
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Die Integration der Zufriedenheit und Wichtigkeit (Erwartung) erfolgt in der nächsten Grafik: Abb.2 Detailansicht Wichtigkeits-Zufriedenheitsmatrix im externen Vergleich
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Bei kontinuierlicher Messung der Mitarbeiterzufriedenheit ermöglicht eine Zeitreihenanalyse wie sie in der folgenden Tabelle abgebildet ist einen schnellen Überblick der Veränderung über die Zeit hinweg. Tab. 2 Zufriedenheit von Mitarbeitern über mehrere Jahre
Die Veränderung der Zufriedenheit für die einzelnen Fragen über die Jahre hinweg lässt sich auf einen Blick erkennen. In einigen Bereichen ist sie sehr stabil geblieben (z. B. Informationsweitergabe durch Kollegen), in anderen (z. B. Stimmung in meinem Bereich) hat sie sich deutlich erhöht (grüne Felder), oder aber auch im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert (rote Felder, z. B. Ausstattung des Arbeitsplatzes mit Arbeitsmitteln). Eingeleitete Maßnahmen in den einzelnen Bereichen zur Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit können so schnell und einfach überprüft werden.
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Die Ergebnisse von detaillierten Mitarbeiterzufriedenheitsbefragung bieten große Chancen für einen positiven Veränderungsschub in Senioren- und Altenhilfeeinrichtungen. Risiken ergeben sich, wenn den Ergebnissen keine praktischen Konsequenzen folgen oder das Blockieren von Veränderungen durch Führungskräfte toleriert wird. Nicht allein der Einsatz eines guten Instrumentes sichert den Erfolg, sondern der Wille der Einrichtungsleitung die produzierten Ergebnisse sinnvoll und konsequent zu nutzen. |
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