Die Fragebögen zur Patientenbefragung können als PDF-Dateien im Auszug aus der Fragebogengalerie heruntergeladen werden.

 

Folgende allgemeine Themengebiete sollten zumindest enthalten sein:

  • Qualität der medizinischen und pflegerischen Versorgung

  • Kommunikation zwischen Patienten und Personal

  • Zusammenarbeit der Berufsgruppen und Wartezeiten

  • Aufnahme und Entlassung

  • Infrastruktur

  • Sauberkeit

  • Kontaktmöglichkeiten zu Mitpatienten und Angehörigenintegration

  • Qualität des Essens

Außerdem kann man auf Wunsch einzelner Häuser weitere individuelle Themenschwerpunkte einbringen. Die entsprechenden Fragestellungen sind auf das Profil abzustimmen:

  • OP

  • Endoskopie

  • Krankengymnastik 

  • ...

Man kann im allgemeinen zwei verschiedene Fragetypen unterscheiden: Report- und Ratingfragen. Generell läßt sich sagen, daß Metrik sich auf den Bereich der Ratingfragen (Zufriedenheitsfragen) konzentriert hat. Ratingfragen liefern allgemeine Einschätzungen der Patienten zu umfassenden Themengebieten. 

Reportfragen hingegen beziehen sich auf beobachtbares Verhalten. Die Patienten werden gebeten zu beschreiben, ob gewisse Situationen eingetreten sind oder nicht. Bewertungen der von den Patienten beschriebenen Zustände werden dann den Experten überlassen. Problematisch ist jedoch die Tatsache, daß es grundsätzlich zahllose Reportfragen zu einem einzelnen Vorgang (Prozeß) gibt. Folgendes Beispiel verdeutlicht dies im Zusammenhang mit der Aufnahme des Patienten:

  • Die Schwester begrüßte mich innerhalb von 2 Minuten.

  • Sie gab mir bei der Begrüßung die Hand.

  • Sie stellte sich persönlich mit Namen und Funktion vor.

  • Sie lächelte bei der Begrüßung.

  •   ...

Dieses einfache Beispiel verdeutlicht, daß eine Eingrenzung der relevanten Fragen bei den Reportfragen schwierig ist. Die Ratingfragen haben demgegenüber eine andere Problematik. 

Nachfolgende Tabelle veranschaulicht die Vor- und Nachteile der beiden Fragetypen:

 

 

Rating
(Einschätzung/ Zufriedenheitsfragen)

Report
(beobachtbares Verhalten)

Vorteil

allgemeine Einschätzung im Sinne eines Gesamturteils

"objektiv" von außen überprüfbar

Nachteil

geringe Differenzierung durch hohe Zufriedenheitswerte

unüberschaubare Anzahl von Fragestellungen

 

Auf weiterführende Differenzierungen wird an dieser Stelle verzichtet.

Die Forschungsgruppe Metrik testete zuerst drei verschiedene Antworttypen: 

  ja                        stimmt völlig                                 stimmt völlig
    nein                      stimmt weitgehend                       stimmt eher
                                      stimmt eher                                    stimmt eher nicht
                                           stimmt eher nicht                        stimmt gar nicht
                                              stimmt weitgehend nicht
                                                  stimmt gar nicht

 

Alle Antworttypen wiesen ähnliche Probleme auf: 

Die Teilnehmer an der Befragung kreuzten vor allem den positiven Bereich an. Negative Beurteilungen fielen kaum ins Gewicht (meist war der Anteil in diesem Bereich unter 15 %). Ein extremer "Bodeneffekt" (floor effect) machte eine Differenzierung zwischen guten und schlechten Häusern fast unmöglich. Metrik kam deshalb der Empfehlung von Hall nach und testete die nachfolgend beschriebene Fünfer-Skala: 

                     das Beste, was ich je erlebt habe
                          sehr gut
                                gut
                                   akzeptabel
                                        schlecht

Mit Hilfe dieser Skala konnte eine fundamentale Verbesserung der statistischen Kennwerte erreicht werden. Bei vielen Fragen ließ sich nun nahezu eine Gleichverteilung, bei manchen Skalen sogar eine Normalverteilung beobachten. Da die Fünfer-Skala den "Bodeneffekt" behebt, gewährleistet sie eine Differenzierung zwischen besseren und schlechteren Kliniken - beziehungsweise zwischen besseren und schlechteren Stationen. 

Zusätzlich sollte neben der Zufriedenheit bei verschiedenen Themengebieten auch die Relevanz (Wichtigkeit) der betreffenden Themen erfragt werden, nur so lassen sich vertiefende statistische Analysen durchführen.