In Zusammenarbeit mit Metrik hat quantum. folgendes Projekt aufgebaut:

Dekubitus wird in der Fachwelt, aber mittlerweile auch in der Öffentlichkeit, gleichgesetzt mit gefährlicher Pflege, die weitreichende Konsequenzen nach sich zieht : Der Betroffene erleidet unnötige Einbußen seiner Lebensqualität durch Schmerzen und soziale Isolation. Die durchschnittliche Krankenhausverweildauer bspw. eines 70-jährigen Patienten verdoppelt sich durch das Auftreten dieser vermeidbaren Sekundärkrankheit von 14 auf 27,7 Tage. Die Träger der Gesundheitseinrichtungen werden mit straf- und haftungsrechtlicher Verfolgung und Imageschäden konfrontiert bis hin zur Kündigung des Versorgungsauftrages. Die deutsche Volkswirtschaft wird mit geschätzten Kosten von 0,7 bis 2 Mrd. € belastet.

 

Das Themenfeld Dekubitus läßt sich grob in 2 Bereiche aufgliedern :

  •  Dekubitusvermeidung

  •  Dekubitusbehandlung

 

Die Dekubitusvermeidung beinhaltet zwei Problemfelder :

  • Die Einrichtungen des Gesundheitswesen wollen bei der Aufnahme der Patienten erkennen, ob es sich um dekubitusgefährdete Patienten handelt. Es geht um die Risikostratifizierung. Dadurch erhalten nur die gefährdeten Patienten die notwendige Prophylaxen und wertvolle Ressourcen an Zeit und Geld werden so zielgerichtet eingesetzt.

  • Bei dekubitusgefährdeten Patienten steht die Frage im Vordergrund, welche Prophylaxe die geeignetste ist, um einen Dekubitus zu verhindern. Auch hier gilt in den Zeiten der wirtschaftlichen Angespanntheit der Grundsatz: so viel wie nötig und so wenig wie möglich.

Die Dekubitusbehandlung beschäftigt sich mit zwei weiteren Problemfeldern:

  • Patienten die bei der Aufnahme bereits eine Dekubitus haben, sollen optimal behandelt werden. Hier sind Messungen des Therapieerfolgs notwendig.

  • Patienten die in der Einrichtung einen Dekubitus entwickeln, müssen zum einen optimal behandelt werden, zum anderen sollten auch die hausspezifischen Risikofaktoren ermittelt werden, die zu einem Dekubitus geführt haben.

Lösungsansätze

Die vier Problemfelder verlangen auch nach vier Lösungsansätzen :

 

  1. Die Früherkennung der gefährdeten Patienten bedarf zuverlässiger und wissenschaftlich geprüfter Skalen.

  2. Die eingesetzten Prophylaxen sollten auf ihre Effektivität und Effizienz überprüft werden.

  3. Die Dekubitusbehandlungsformen sollten auf ihre Effektivität und Effizienz überprüft werden.

  4. Die hausindividuellen Risikofaktoren der Inzidenz müssen ermittelt und geeignete Gegenmaßnahmen eingeleitet werden.

Das Angebot

Die Firma quantum. hat für diese vier Themenfelder drei Lösungsmodule konzipiert.

Für die Früherkennung der dekubitusgefährdeten Patienten wurde zusätzlich eine zuverlässiges Messinstrument entwickelt :

die quantum.-Skala.

Modul 1 : Die quantum. "Erhebung-Dekubitus"

Der Kernbogen liefert stichhaltige und verlässliche Zahlen zum Vorbestehen (Prävalenz) und zum Auftreten (Inzidenz) von Dekubitalgeschwüren und zur Effektivität der von Ihnen gewählten Maßnahmen. Neben einigen epidemiologischen Daten werden auch die prophylaktischen Maßnahmen erfasst.

Modul 2: Erhebung der therapeutischen Maßnahmen

Ein weiteres Modul besteht in der Erhebung der therapeutischen Maßnahmen. In Verknüpfung mit der Auswertung des Kernbogens können Aussagen zur Effektivität Ihrer angewandten Methoden gemacht werden.

Modul 3: Lokalisation und Epidemiologie

Das letzte Modul erhebt potenzielle Ursachen und Gründe der Entstehung sowie die Lokalisation von entstandenen Druckgeschwüren, um differenzierte Interpretationen über die Entstehung von Dekubitus in Ihrer Einrichtung machen zu können.

Jede Einrichtung kann außerdem ein auf sie zugeschnittenes Programm zur Qualitätsverbesserung im Bereich Dekubitus erhalten. Das Angebot reicht von einer differenzierten Schulung über Riskmanagement hin zu Standardentwicklung und Reorganisation.

Zusatzmodul: pflegewissenschaftliche Studie "MERID I"

Die erweiterte pflegewissenschaftliche Studie

"MERID I" (Messung des Risikos von Dekubitus)

soll Aufschluss darüber geben, wie verlässlich die bekannten Skalen nach Braden, Norton, Waterlow und Medley im Vergleich zu einer neuen, statistisch fundierten Skala (quantum.-Skala) das vorhersagbare Dekubitusinzidenz-Risiko bestimmen. Zusätzlich erhalten Sie neben einigen epidemiologischen Daten die Anzahl der Prävalenz und Inzidenz von Dekubitus in Ihrer Einrichtung.

Zur Durchführung der Studie und der Erhebung

Der Zeitraum der Erfassung ist individuell definiert. Er sollte aber, um valide Daten zu erhalten, einen Monat und 50 Datensätze nicht unterschreiten. Die Studie "MERID-I" wird Ende diesen Jahres abgeschlossen, eine weitere Studie "MERID-II" startet zu Beginn des nächsten Jahres.

Sie persönlich erhalten aber erste interne Zahlen zu den Daten Ihrer Einrichtung bereits 2 Monate, nachdem Sie Ihre Bögen an uns übersendet haben. Die Zahlen der vergleichenden Auswertung erhalten Sie nach Abschluss der Gesamterhebung.

Die wichtigsten Ergebnisse der Studien werden Ihnen aussagekräftig graphisch und metrisch präsentiert – weitergehende Informationen finden Sie pro teilnehmender Einheit in Tabellenform auf zwei weiteren Seiten.

Wenn Sie weitere Fragen zu den Studien haben, wenden Sie sich gerne an uns.  

Unser Angebot ist modular angelegt und daher frei nach den Wünschen der Kunden skalierbar. Von Moderationen und Schulungen über die Erhebung relevanter Daten bis hin zur Einführung eines umfassenden Qualitäts- oder Risk-Managements reicht das Spektrum unserer Dienstleistungen.

 

 

Forschungsgruppe Metrik 

An der alten Schule 16
36355 Bermuthshain

Tel. 0 66 44 - 91 91 55
Fax 0 66 44 - 91 91 57